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 _ Pressemitteilung

Berlin, 19. März 2010 - Nr. 29/10

Warnstreik der Klinikärzte am Montag!
Zentralkundgebung in Köln, Roncalliplatz

Die Vorbereitungen für den eintägigen Warnstreik der Klinikärzte am 22. März laufen auf Hochtouren. Bei einem Treffen der Ärztesprecher aus dem Tarifbereich VKA wurde deutlich, dass die Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern massiv über die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber verärgert sind. „Jetzt machen wir den Arbeitgebern Beine“, war die einhellige Botschaft des Treffens. Der eintägige Warnstreik am Montag sei als Warnung an die Adresse der VKA zu verstehen: „Wenn die Provokationen der Arbeitgeber andauern, werden andere Saiten aufgezogen. Unsere Geduld geht zu Ende!“

Kein Angebot, nur eine dürre „Positionierung“, die einen Abklatsch des Verdi-Abschlusses im Öffentlichen Dienst darstellt – solche Provokationen bringen die Ärzte auf die Palme! Der Verdi-Abschluss ist für die Mitglieder des Marburger Bundes kein Maßstab, in den Tarifverhandlungen mit der VKA gilt es ganz andere Probleme zu lösen, mit denen Ärzte in ihrem Berufsalltag tagtäglich konfrontiert sind. Gemessen an der steigenden Arbeitsbelastung werden Ärzte nach wie vor überproportional schlecht bezahlt. Ihre Nachtdienste müssen sie aus eigener Tasche mitfinanzieren, weil der Arbeitgeber ihnen Minusstunden auf dem Arbeitskonto vermerkt, wenn sie nach einem 24-Stunden-Dienst nicht wieder voll arbeiten können. Dabei dürfen sie gar nicht weiterarbeiten, weil der Tag nach dem Bereitschaftsdienst Ruhezeit ist. Das schreibt das Arbeitszeitgesetz vor.

Strukturverbesserungen lehnen die Arbeitgeber bisher ab. Eine höhere Bereitschaftsdienstvergütung komme nur in Frage, wenn zugleich die Bewertung der Bereitschaftsdienste reduziert werde. Das ist das klassische Nullsummenspiel. Eine Pseudo-Verbesserung, die von den Ärzten selbst finanziert werden soll. Auch den überfälligen Verbesserungen in der Gehaltstabelle zugunsten junger Ärzte wollen die Arbeitgeber nur zustimmen, wenn die Ärzte Abstriche beim Gehalt machen. Ein genauso schlechter Witz!

Damit die Arbeitgeber unmissverständlich verstehen, dass solche Provokationen von den Ärztinnen und Ärzten in den kommunalen Krankenhäusern auf keinen Fall hingenommen werden, wird der Marburger Bund im Rahmen des Warnstreiks und zum Auftakt der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Montag, 22. März, eine Zentralkundgebung in Köln abhalten. Ab 13 Uhr versammeln sich Klinikärzte aus ganz Deutschland auf dem Roncalliplatz (direkt am Dom). Von dort ziehen die Ärzte am Verhandlungsort, dem Hotel Hilton, vorbei und kehren nach einem Rundmarsch zum Roncalliplatz zurück, wo dann gegen 14 Uhr eine etwa 30-minütige Abschlusskundgebung stattfinden wird.


 Alle Infos zum Tarifbereich der VKA

 
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