Dresden, 14. Mai 2010
Ärztetag erklärt sich solidarisch mit streikenden Ärzten
Wenige Tage vor Beginn des Arbeitskampfes hat der 113. Deutsche Ärztetag in Dresden seine Solidarität mit den streikenden Ärztinnen und Ärzten an kommunalen Krankenhäusern bekundet. Das Ärzteparlament forderte alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland auf, den Kampf ihrer Kolleginnen und Kollegen um bessere Arbeitsbedingungen und Arbeitsentgelte zu unterstützen. „Um den Patientinnen und Patienten unnötige Wartezeiten zu ersparen, werden alle niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen gebeten, während der Zeit des Arbeitskampfes keine elektiven Einweisungen in kommunale Krankenhäuser zu veranlassen“, heißt es in dem Beschluss des Ärztetages. Für die Steigerung der Attraktivität der kurativen, ärztlichen Tätigkeit in Krankenhäusern sei insbesondere eine bessere Bezahlung der Arbeit zu ungünstigen Zeiten unverzichtbar“, betonten die Delegierten.
Der Marburger Bund hat seine Mitglieder an den kommunalen Kliniken im Tarifbereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) vom 17. Mai an zu einem unbefristeten Vollstreik aufgerufen. „Der Streik ist uns von den Arbeitgebern aufgezwungen worden. Auch nach fünf Verhandlungsrunden sah sich die VKA nicht in der Lage, ein zustimmungsfähiges Angebot zu unterbreiten, das der steigenden Arbeitsbelastung der Ärzte im Tages- und Nachtdienst Rechnung trägt. Deshalb müssen wir den Arbeitgebern jetzt Beine machen und für unsere Forderungen streiken“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Der Streik richte sich nicht gegen die Patienten, sondern gegen die Arbeitgeberbosse. „Wir wollen nicht die Patienten beeinträch¬tigen, sondern auf die VKA einwirken. Während des Streiks wird die Versorgung deshalb zwar auf Wochenendniveau heruntergefahren, die Kliniken bleiben aber in Betrieb. Die Notfallversorgung wird auf jeden Fall gewährleistet“, betonte Henke.
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