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Marburger Bund Zeitung
DRV-Arbeitgeber unter Druck – Ärztestreik zeigt Wirkung
Bei der Deutschen Rentenversicherung rumort es gewaltig. Der Ärztestreik setzt die Arbeitgeber immer stärker unter Druck, sodass sie selbst vor unmoralischen Angeboten nicht zurückschrecken, wie die Marburger Bund Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. Mit Brosamen will man die Ärzte zum Aufgeben bewegen. Andernorts versuchen die Arbeitgeber nichtärztliche Mitarbeiter gegen die Ärzte in Stellung zu bringen. Und bei der DRV Bund stapeln sich unterdessen die unbearbeiteten Anträge auf Reha-Leistungen. Mehr zu dem Chaos im DRV-Arbeitgeberlager lesen Sie auf den Internetseiten der aktuellen MBZ.
(10.03.10)
MB-Zeitung

DRV-Ärztestreik
Starkes Signal: 150 Teilnehmer bei Kundgebung in Leipzig
Ein starkes Signal haben am 9. März die streikenden Ärzte aus den Reha-Kliniken und Sozialmedizinischen Diensten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) gesendet. Während im Congress Center Leipzig über die Bedeutung der medizinischen und beruflichen Rehabilitation diskutiert wurde, demonstrierten 150 DRV-Ärzte vor den Messehallen gegen ihre Ungleichbehandlung durch die Arbeitgeber. In einem Trauerzug trugen Sie symbolisch die Sozialmedizin zu Grabe, deren große Bedeutung in einer älter werdenden Gesellschaft die Redner auf dem Reha-Kolloquium der DRV Bund in Leipzig nicht müde wurden zu betonen. Im krassen Gegensatz zu den wohlgesetzten Worten mancher DRV-Referenten steht die tatsächliche Arbeitssituation der Ärzte, über die heute „Bild.de“ und andere Medien schreiben: „Arbeitsüberlastung, Personalmangel, schlechte Bezahlung: Die rund 2000 Ärzte in den Kurkliniken und Sozialmedizinischen Diensten der Deutschen Rentenversicherung DRV sind unzufrieden. Am Dienstag machten sie bei einer Demonstration am Rande des 19. Rehabilitationswissenschaftlichen Forums der DRV Bund in Leipzig ihrem Unmut Luft.“
(10.03.10)
Tarifbereich DRV

Praktisches Jahr
"Einige Illusionen zerplatzen wie Seifenblasen!"
Für Studenten der Humanmedizin im Praktischen Jahr (PJ) ist der klinische Alltag nach fünf Jahren Theorie mitunter sehr ernüchternd: In einem aktuellen TV-Bericht im „Nachtmagazin“ der ARD (09.03.2010) berichten angehende Ärzte von ihren Erfahrungen. O-Ton eines PJlers: "Einige Illusionen zerplatzen wie Seifenblasen!" Vor allem die ungeregelten Arbeitszeiten und unzählige Überstunden sorgen für Verdruss. "Wenn es nicht gelingt, die Arbeitsbedingungen jetzt zu verbessern und die tariflichen Vergütungen der Ärzte konkurrenzfähig zu gestalten, wird die nächste Ärztegeneration noch stärker ins Ausland oder in die Industrie flüchten", warnt der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, in dem ARD-Interview. Die Attraktivität des Arztberufes müsse verbessert werden, unterstreicht Henke die Forderungen des Marburger Bundes in der aktuellen Tarifrunde für die rund 55.000 Ärztinnen und Ärzte an den 800 kommunalen Krankenhäusern im Bundesgebiet.
(10.03.10)
Videobeitrag des ARD-„Nachtmagazins“

Tarifverhandlungen Ärzte/VKA
Arbeitgeber ohne Konzept – Tarifverhandlungen für Ärzte erneut vertagt
Hammerschlag: „Spiel mit dem Feuer“
Unbeweglich und konzeptionslos – so präsentierte sich die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in der dritten Runde der Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. Trotz intensiver Beratungen gelang es nicht, die Arbeitgeber von der Notwendigkeit substanzieller Verbesserungen der Einkommens- und Arbeitssituation der Krankenhausärzte zu überzeugen. Die Verhandlungen zwischen VKA und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund wurden auf den 22. März in Düsseldorf vertagt.

(09.03.10)
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DRV-Ärztestreik
Botzlar: „Jeder Streiktag ist ein Beleg für das Versagen der DRV-Spitze“
Seit 8. Dezember 2009 kämpfen die Ärztinnen und Ärzte der Deutschen Rentenversicherung (DRV) für einen arztspezifischen Tarifvertrag. Sie wollen nicht länger wie Ärzte zweiter Klasse behandelt werden und fordern eine Gleichstellung mit ihren Kollegen an den Akutkliniken. Über Wochen haben die Ärzte an mehreren Tagen hintereinander gestreikt und damit die Arbeitgeber massiv unter Druck gesetzt. Die Belegungszahlen in den Reha-Kliniken wurden drastisch reduziert und Patienten ausbestellt.

(08.03.10)
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Internationaler Frauentag
Krankenhäuser müssen für Ärztinnen attraktiver werden
Frauen sind in der Medizin auf dem Vormarsch. Der Anteil der Ärztinnen an der Gesamtzahl der Ärzte steigt kontinuierlich und liegt derzeit bei 42 Prozent. In wenigen Jahren wird die Hälfte der Ärzteschaft weiblich sein. Schon jetzt sind 60 Prozent der Studienanfänger im Fach Medizin Frauen. Auf diese Entwicklung haben die Krankenhäuser noch keine adäquate Antwort gefunden: „In Zeiten des Ärztemangels kann es sich kein Krankenhaus leisten, auf die vielfältigen Erfahrungen und Fähigkeiten qualifizierter Ärztinnen zu verzichten. Deshalb müssen die Krankenhäuser endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und Arbeitsplätze für Frauen attraktiver gestalten“, forderte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes, anläßlich des Internationalen Frauentages.
(07.03.10)
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Betriebsratswahlen 2010

Gemeinsam mehr bewegen – MB ruft zur Teilnahme an Betriebsratswahlen auf
Der Marburger Bund hat seine Mitglieder dazu aufgerufen, sich an den derzeit stattfindenden Betriebsratswahlen zu beteiligen. „Die Betriebsratswahlen sind eine Chance auf mehr Mitsprache in den Krankenhäusern, die wir unbedingt nutzen sollten. Wir wollen gemeinsam mehr bewegen. Deshalb appelliere ich an die Kolleginnen und Kollegen: Unterstützen Sie die Kandidatinnen und Kandidaten des Marburger Bundes und gehen Sie zur Wahl“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Die Umsetzung von Tarifverträgen, die Festsetzung von Arbeitszeiten oder die Formulierung von Betriebsvereinbarungen – all das geschehe in den Krankenhäusern nach den Regeln der betrieblichen Mitbestimmung.

(05.03.10)
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Vorratsdatenspeicherung
„Großer Erfolg für Datensorgfalt“ - MB begrüßt Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

„Heute hat die Datensorgfalt gewonnen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts stärkt die Grundrechte der Bürger und setzt staatlichen Überwachungsmaßnahmen klare Grenzen“, kommentiert der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Vorratsdatenspeicherung. Der Marburger Bund habe schon früh in der Debatte um das Telekommunikationsüberwachungsgesetz vor einer willkürlichen Speicherung von Telefon- und Internetverbindungsdaten gewarnt. „Staatliche Überwachung hat dort ihre Grenzen, wo Bürger- und Patientenrechte unter die Räder kommen. Patienten müssen die Gewissheit haben, dass die ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Weg Patienten und Ärzte miteinander kommunizieren“, sagte Henke. „Es geht uns nicht um den Schutz der Ärzte, sondern um den Schutz des Vertrauens in der Beziehung von Patienten und Ärzten.“
(02.03.10)
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Tarifverhandlungen Ärzte/VKA
Schlichterspruch im Öffentlichen Dienst keine Vorgabe für Ärzte
Für die Ärztegewerkschaft Marburger Bund ist der Schlichterspruch im Öffentlichen Dienst ohne Wirkung und ohne Bindung. „Wir verhandeln separat und eigenständig mit den Arbeitgebern über bessere Einkommens- und Arbeitsbedingungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern. Unsere Forderungen liegen seit zwei Monaten auf dem Tisch der Arbeitgeber. Zum nächsten Verhandlungstermin am 8. und 9. März erwarten wir ein Angebot, das den spezifischen Bedürfnissen der Ärzte entspricht. Der Schlichterspruch im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes ist dafür keine Vorgabe. Auf einen solchen Gedanken sollten die Arbeitgeber gar nicht erst kommen“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes.
(25.02.10)
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DRV-Ärztestreik

„Das ist die Sache wert“ – Dauerstreik der DRV-Ärzte im Saarland
Seit Ende vergangenen Jahres läuft weitgehend unbeachtet der wohl kleinste Streik im Saarland, schreibt die „Saarbrücker Zeitung“ in ihrer aktuellen Online-Ausgabe. 13 von 17 Ärzten im Sozialmedizinischen Dienst der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See (DRV-KBS) legen alle zwei Wochen für drei Arbeitstage ihre Arbeit nieder. In den Wochen dazwischen fehlen zwei oder drei Mediziner. „So erreichen wir, dass den Patienten weitgehend geholfen werden kann und Anträge bearbeitet werden“, sagt eine der streikenden angestellten Ärztinnen, die ihre Namen nicht nennen wollen, weil sei Repressalien der Arbeitgeber befürchten. Gewöhnlich bearbeitet sie täglich bis zu vier Anträge auf Erwerbsminderungsrenten oder Rehamaßnahmen. Der Grund für den aktuellen Ausstand: Sie fordern mehr Lohn. Auch wenn sie und ihre Kollegen in der Verwaltung arbeiteten, habe man dennoch dieselbe Ausbildung wie die Ärzte an Kliniken – arbeite aber für durchschnittlich 19 Prozent weniger Lohn, erklärt die Fachärztin. „Pro Streiktag verliere ich zwar rund 80 Euro Gehalt, aber das ist die Sache wert“, so die Ärztin.

(23.02.10)
Artikel aus der "Saarbrücker Zeitung"


DocSteps

DocSteps 2010: schon über 1.000 Anmeldungen – mit 12 Fortbildungspunkten zertifiziert
Die Neuauflage der MB-Karrieremesse DocSteps hat bei Medizinern und Ausstellern eine enorme Nachfrage hervorgerufen. Der Marburger Bund erlebt einen regelrechten Run auf die begehrten Teilnahmeplätze. Seit Freischaltung der Anmeldefunktion auf der Internetseite www.docsteps.de haben schon über 1.000 Medizinstudierende und junge Ärzte ihre Teilnahme gesichert und sich für die zahlreichen Vorträge angemeldet. Für Ärzte lohnt sich die Teilnahme gleich doppelt, denn DocSteps wurde von der Ärztekammer Berlin mit 12 Fortbildungspunkten zertifiziert. Die Medizinermesse des Marburger Bundes wird am 17. und 18. April 2010 im ICC Berlin stattfinden.

(19.02.10)
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Tarifverhandlungen Ärzte/VKA

Tarifverhandlungen für Ärzte an kommunalen Kliniken werden im März fortgesetzt
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände wird am 8. und 9. März 2010 stattfinden. Der Beginn der Tarifverhandlungen ist für 12 Uhr vorgesehen. Der ursprünglich geplante Termin am 24./25. Februar entfällt auf Wunsch der Arbeitgeber. Der Verhandlungsort ist nach wie vor das Le Meridién Hotel in Frankfurt am Main.

(18.02.10)
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DRV-Ärztestreik

DRV Bund verschweigt ihren Billigtarif
Stellenanzeigen offenbaren massive Besetzungsprobleme
In großformatigen Anzeigen geht die Deutsche Rentenversicherung (DRV) inzwischen auf die Suche nach Ärztinnen und Ärzten für ihre Rehabilitationskliniken und Sozialmedizinischen Dienste. Damit straft sie ihre eigenen Worte Lügen, nach denen es in den DRV-Einrichtungen keine nennenswerten Stellenbesetzungsprobleme gebe. Bemerkenswert ist aber nicht allein der Umfang und die Anzahl der Stellenanzeigen, die in den vergangenen Wochen geschaltet wurden, sondern auch die Tatsache, dass die DRV Bund offen lässt, nach welchem Tarif die DRV-Ärzte bezahlt werden sollen. In einer großen Sammelanzeige der DRV Bund, die am 12. Februar im „Deutschen Ärzteblatt“ erschien, heißt es lediglich: „Wir bieten eine leistungsgerechte Bezahlung“. Davon ist die DRV Bund allerdings meilenweit entfernt.
(16.02.10)
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Marburger Bund Zeitung
Tarifrunde 2010: Arbeitgeber fern jeder Realität
"Die Taktik der Realitätsverweigerung muss ein Ende haben“, fordert MB-Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag in der aktuelle Tarifrunde von den kommunalen Arbeitgebern. Im Bereich der Deutschen Rentenversicherung (DRV) streiken die Ärzte bereits und weiten die Arbeitskampfmaßnahmen sogar aus, weil sich die DRV nach wie vor einem zustimmungsfähigen Angebot verweigert. Vernunftgesteuerte Arbeitgeber handeln anders, wie die Einigung des Marburger Bundes mit dem Krankenhausarbeitgeberverband Hamburg zeigt. Weitere Informationen im Internetauftritt der MBZ.
(11.02.10)
MB-Zeitung

DRV-Ärztestreik

Spaltungsversuche und Verbalattacken: DRV-Spitze gefährdet den Betriebsfrieden
MB-Streik erfasst mehr als 30 DRV-Einrichtungen
„So viel Doppelbödigkeit gab es selten: Wenn wir Ärzte für bessere Arbeitsbedingungen streiken, wird der Untergang der DRV-Kliniken heraufbeschworen. Ruft aber Verdi zum Warnstreik bei der Deutschen Rentenversicherung auf, steht der Arbeitgeber mit Rat und Tat zur Seite. Die Spaltungsversuche der DRV-Arbeitgeber sind unerträglich. Alle Beschäftigten haben das Recht, ihre Forderungen notfalls auch mit Arbeitskampfmaßnahmen durchzusetzen. Wir messen nicht mit zweierlei Maß, die Arbeitgeber offenkundig schon“, kommentierte Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes, den jüngsten Verdi-Warnstreik bei der Deutschen Rentenversicherung in Berlin.
(11.02.10)
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Tarifverhandlungen Ärzte/VKA
„Taktik der Realitätsverweigerung muss ein Ende haben“
„Die Arbeitgeber sind unbeweglich bis zur Eisstarre“. Mit diesen Worten kommentierte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes, den Ausgang der zweiten Verhandlungsrunde mit den kommunalen Arbeitgebern. Auch bei dem heutigen Zusammentreffen in Düsseldorf legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Die Tarifvertragsparteien gingen ohne greifbares Ergebnis auseinander und wollen sich am 24. und 25. Februar zu einer weiteren Verhandlungsrunde in Frankfurt am Main treffen. „Unsere Forderungen liegen den Arbeitgebern seit sechs Wochen auf dem Tisch. Wir wollen den Arbeitsplatz kommunales Krankenhaus wieder attraktiv machen, um der Unterbesetzung entgegen zu wirken und die Patientenversorgung dauerhaft zu sichern. Die VKA hatte genug Zeit, sich dazu konstruktiv Gedanken zu machen. Wir erwarten zur nächsten Verhandlungsrunde ein konkretes Angebot der Arbeitgeber. Die Taktik der Realitätsverweigerung muss ein Ende haben“, sagte Hammerschlag.

(03.02.2010 - Nr. 15/10)

Ärzteabwanderung
ZDF berichtet über ausgewanderte Ärzte
Die kommunalen Klinikarbeitgeber bestreiten es - dabei ist es längst Realität: Deutsche Ärzte wandern in benachbarte Länder wie die Schweiz aus, weil sie dort bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. In der jüngsten Sendung "ZDF-Reporter" berichtete das Fernsehmagazin über Ärzte und andere Akademiker, die ihr Glück im Ausland suchen. Weitere Informationen zur Sendung hat der Marburger Bund Hessen.
 MB-Hessen

Tarifverhandlungen Ärzte/VKA

VKA ist am Zug: Arbeitgeber müssen sich der Realität stellen
Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) werden heute in Düsseldorf fortgesetzt. Der Marburger Bund fordert für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern eine lineare Erhöhung der Gehälter um durchschnittlich fünf Prozent und eine deutlich bessere Bezahlung von Bereitschaftsdiensten, insbesondere in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen. Bisher hat die VKA kein Angebot vorgelegt.
(03.02.10)
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DRV-Ärztestreik
DRV-Arbeitgeber gefährden Patientenversorgung
„Die Arbeitgeber schaden ihren Versicherten und den auf eine Rehabilitation angewiesenen Patienten, weil sie tatenlos zusehen, wie sich die Arbeitsbedingungen in den Reha-Kliniken und Sozialmedizinischen Diensten der Deutschen Rentenversicherung immer weiter verschlechtern“, erklärte heute Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes, zu jüngsten Behauptungen der DRV Bund, die streikenden Ärzte würden den Patienten schaden. „Die Ärzte streiken nicht gegen die Patienten an den DRV-Kliniken, sondern für vernünftige Arbeitsbedingungen. Die ärztliche Notbesetzung bleibt während des Streiks selbstverständlich sichergestellt“, betonte Ehl. Seit Jahren werde den DRV-Ärzten ihre Arbeit immer schwerer gemacht. „Die DRV-Ärzte arbeiten unter veralteten Tarifverträgen, erhalten im Durchschnitt etwa ein Drittel weniger Gehalt als Ärzte an Akutkliniken und müssen aufgrund des Personalmangels eine stetig wachsende Arbeitsbelastung bewältigen. Das alles wirkt sich negativ auf die Betreuung und Versorgung der Patienten und Versicherten aus“, so Ehl.
(29.01.10)
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Tarifvertragsrecht

MB begrüßt die angekündigte Klärung der Rechtsprechung zum Tarifvertragsrecht

Zur Entscheidung des Vierten Senats des Bundesarbeitsgerichts, eine Klarstellung der Rechtsprechung im Tarifvertragsrecht herbeiführen zu wollen, erklärt der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke:
„Der Marburger Bund hat dafür gekämpft, dass Ärzte eigenständige, arztspezifische Tarifverträge bekommen, die der Realität in den Kliniken entsprechen. Seit 2006 hat der MB als Tarifvertragspartei eine Vielzahl solcher Verträge mit unterschiedlichen Klinikarbeitgebern abgeschlossen. Wenn nun der Vierte Senat des Bundesarbeitsgerichts beabsichtigt, die bisherige Rechtsprechung zur sogenannten Tarifeinheit der Rechtswirklichkeit anzupassen, können wir das nur begrüßen. Es entspricht der von uns vertretenden Rechtsauffassung, dass der Abschluss von arztspezifischen Tarifverträgen nicht nur die Wirklichkeit besser abbildet, sondern auch durch das Grundrecht der Koalitionsfreiheit nach Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz gedeckt ist. Wir erwarten mit Spannung die ausführliche Begründung der vom Vierten Senat beschlossenen Divergenzanfrage an den Zehnten Senat des Bundesarbeitsgerichts. Der bisher bekannt gewordene Inhalt des Beschlusses stimmt uns zuversichtlich.“

(28.01.2010 - Nr. 12/10)

DRV-Ärztestreik
Ärztestreik wird drastisch verschärft
Krisenstimmung bei der Deutschen Rentenversicherung
Solidarität macht stark – diese Einsicht vermittelten gestern die Sprecherinnen und Sprecher der streikenden Ärzte an den Reha-Kliniken und Sozialmedizinischen Diensten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) bei einem Treffen mit der Spitze des Marburger Bundes in Frankfurt am Main. Der Streik soll weiter forciert werden, um die Arbeitgeber zur Vernunft zu bringen, so der gemeinsame Beschluss nach zweistündiger Diskussion. In den vergangenen zwei Wochen hatten die Ärzte ihren am 8. Dezember begonnenen Streik bereits intensiviert, sodass in einer Vielzahl von Kliniken Patienten ausbestellt werden mussten.
(27.01.10)
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IQWiG
Henke: Einsatz von Arzneimitteln weiterhin unabhängig und kritisch bewerten
Zur heutigen Entscheidung des Stiftungsrates und des Vorstandes der Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erklärt der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke: „Es ist zu begrüßen, dass die Mitglieder des Stiftungsrates und des Vorstandes der Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen anlässlich ihrer Entscheidung zur künftigen Führung des IQWiG die bisherige Ausrichtung des Instituts positiv bewertet haben und die konsequente Fortsetzung dieser inhaltlichen Ausrichtung - unabhängig und kritisch - auch in Zukunft für eine unverzichtbare Notwendigkeit halten. Wir sehen darin eine konstruktive Festlegung des Bundesministeriums für Gesundheit."
(23.01.10)
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Marburger Bund Zeitung
Schwierige Verhandlungen mit Arbeitgebern

Wir haben nix, wir geben nix. Das ist bislang die Haltung der kommunalen Arbeitgeber. Die Verhandlungen zwischen VKA und Marburger Bund starten schwierig. Welche Möglichkeiten Ärztinnen und Ärzte haben, wenn Arbeitgeber blockieren statt ernsthaft zu verhandeln, erfahren zurzeit die Rentenversicherer. Hier gibt es bundesweit Streiks und Demonstrationen. Mehr zu diesen und weiteren Themen lesen Sie im aktualisierten Internetauftritt der Marburger Bund Zeitung.
(22.01.10)
MB-Zeitung

DRV-Ärztestreik
DRV gefährdet Arbeitsplätze an ihren Standorten
Ungleichbehandlung führt zu Demotivation und Ärzteflucht
Den Ärzten an den Reha-Kliniken und Verwaltungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ist es in dieser Woche erneut gelungen, ihren Streik auszuweiten – trotz aller Drohgebärden und Störversuche der Arbeitgeber. Deutlich mehr als 600 DRV-Ärzte beteiligten sich an dem Ausstand, ergaben Rückmeldungen aus den Reha-Einrichtungen und Sozialmedizinischen Diensten der Rentenversicherung. Anfang nächster Woche wollen Vertreter der DRV-Ärzte gemeinsam mit der Spitze des Marburger Bundes über eine weitere Eskalation der Arbeitskampfmaßnahmen beraten. Die Ärzte befinden sich seit 8. Dezember 2009 im Vollstreik. Bei ihrem letzten Treffen mit der MB-Führung am 5. Januar beschlossen die DRV-Ärzte, an zwei Wochen hintereinander jeweils von Dienstag bis Donnerstag zu streiken.

(22.01.10)
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DRV-Ärztestreik
Deutsche Rentenversicherung ignoriert Expertenrat
Gutachten rät zu marktkonformen Ärztegehältern
Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) weiß es seit Jahren: Ohne eine Anpassung der Gehälter ihrer Ärzte an den Marktstandard wird die Ärzteflucht zunehmen. Die Einrichtungen der DRV drohen auszubluten, wenn nicht zügig gehandelt wird, sagt die Beratungsgesellschaft GEBERA. Das Gutachten der Experten zur Situation der Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland dürfte der DRV bekannt sein – Auftraggeber sind die in der Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation zusammengeschlossenen Spitzenverbände der Leistungserbringer in der medizinischen Rehabilitation.
(20.01.10)
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DRV-Ärztestreik
DRV-Ärztestreik wird weiter forciert
Nach dem erfolgreichen Vollstreik mit rund 600 Teilnehmern in der vergangenen Woche werden die Ärzte an den Reha-Kliniken und im Sozialmedizinischen Dienst der Deutschen Rentenversicherung (DRV) auch in dieser Woche von Dienstag bis Donnerstag in den Ausstand treten.
(19.01.10)
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Tarifverhandlungen Ärzte/VKA
Arbeitsbelastung durch Bereitschaftsdienste
Beitrag des ARD-„Nachtmagazins“
Das ARD-„Nachtmagazin“ berichtete am 19.01.2010 über den Start der Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und den kommunalen Arbeitgebern. In einem Filmbeitrag wird am Beispiel eines Assistenzarztes einer Neurologischen Station des Klinikums Offenbach dargestellt, welche Belastungen der ärztliche Bereitschaftsdienst mit sich bringt. Auch in der Anmoderation des Beitrages wird darauf hingewiesen, dass die Arbeitsbedingungen der Ärzte in einem engen Zusammenhang stehen mit den Problemen der Kliniken, Arztstellen zu besetzen: „Es gibt sie auch in der Krise: Die Berufe, in denen Arbeitskräfte händeringend gesucht werden und Tausende von Jobs zu vergeben wären. Man müsste nur Medizin studiert haben und die Arbeitsbedingungen an kommunalen Krankenhäusern akzeptieren, von bescheiden bezahlten Bereitschaftsdiensten bis hin zu 24-Stunden-Schichten. Weil dazu aber immer weniger Ärzte bereit sind, werden die Tarifverhandlungen für die Mediziner an kommunalen Krankenhäusern wohl härter verlaufen als sonst.“ …
(19.01.10)
Filmbeitrag „Ärztetarife“ im ARD-„Nachtmagazin“ vom 19.01.2010

Tarifverhandlungen Ärzte/VKA
Tarifverhandlungen ergebnislos vertagt
Nach knapp zweistündigen Gesprächen sind die Tarifverhandlungen zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ergebnislos vertagt worden. „Wir stehen am Anfang einer außerordentlich schwierigen Tarifrunde. Die Arbeitgeberseite hat den Ernst der Lage nicht erkannt und verweigert sich einer realitätsbezogenen Analyse des zunehmenden Ärztemangels in den Kliniken“, kommentierte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes, den Auftakt der Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern.
(18.01.10)
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Tarifverhandlungen Ärzte/VKA
Ärztemangel erfordert attraktivere Arbeitsplätze
MB geht selbstbewusst in die Tarifverhandlungen mit der VKA
„Bei 5000 unbesetzten Arztstellen müssen auch die kommunalen Arbeitgeber begreifen, dass die Zeit der Zumutungen vorbei ist. Dies gilt insbesondere für den völlig unterbezahlten Bereitschaftsdienst in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes (MB), zum Auftakt der Tarifverhandlungen für die 55.000 Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Kliniken.
(17.01.10)
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DRV-Ärztestreik
Streik trifft DRV in voller Breite – nervöse Reaktionen der Arbeitgeber
Eine „Intensivierung“ der Ärztestreiks beklagt die Deutsche Rentenversicherung Bund – die Ärzte an den Reha-Kliniken und im Sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung sprechen zu Recht von Eskalation. Rund 600 Ärztinnen und Ärzte in den Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung Bund, der DRV Knappschaft Bahn See und der Tarifgemeinschaft Deutsche Rentenversicherung (TgDRV) sind in dieser Woche dem Streikaufruf des Marburger Bundes gefolgt. Das ergaben Rückmeldungen aus Einrichtungen aller drei Rentenversicherungsträger.
(14.01.10)
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DRV-Ärztestreik
Dreitägiger Vollstreik an Reha-Kliniken und Verwaltung der DRV
Streikfront reicht von Borkum bis ins Glottertal
Den Ärzten der Deutschen Rentenversicherung bleibt keine andere Wahl: Die Sturheit und Ignoranz der Arbeitgeberseite zwingt sie den Vollstreik auszuweiten. Von Dienstag (12. Januar) bis einschließlich Donnerstag (14. Januar) werden die Rehabilitationseinrichtungen und der Sozialmedizinische Dienst der Deutschen Rentenversicherung auf eine Notbesetzung heruntergefahren. Patientenaufnahmen finden nicht mehr statt, die Belegung der Kliniken reduziert sich dadurch merklich.
(11.01.10)
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DRV-Ärztestreik
DRV-Ärzte beschließen Ausweitung des Streiks
„Bisher haben wir nur Nadelstiche gesetzt, jetzt kommen schärfere Instrumente zum Einsatz.“ Mit diesen Worten kündigte heute Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes (MB), eine Ausweitung des Ärztestreiks an den Reha-Kliniken und Verwaltungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) an. Bei ihrem jüngsten Treffen im Anschluss an die zentrale Streikkundgebung in Bochum beschlossen die Ärztesprecher aus den DRV-Kliniken und dem Sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung, die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber mit einer Intensivierung der Streikmaßnahmen zu beantworten.
(07.01.10)
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DRV-Ärztestreik
Rund 100 Ärzte bei Streikkundgebung in Bochum
Über die Streikkundgebung der Ärztinnen und Ärzte aus dem Bereich der Deutschen Rentenversicherung berichtet ausführlich die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ): Die Mediziner-Dichte im Ehrenfeld war am Dienstag besonders hoch: Knapp 100 Ärzte aus ganz Deutschland hatten sich vor der Hauptverwaltung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Knappschaft-Bahn-See versammelt, um für eine bessere Bezahlung zu demonstrieren. Es geht in diesem Fall um die Ärzte an den Reha-Kliniken und in den Verwaltungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. „2000 Ärzte sind deutschlandweit betroffen”, sagt Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund. Nach seinen Worten liege die Bezahlung um etwa ein Zehntel unter dem Gehalt der Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern. „Wir fordern arztspezifische Tarifverträge und Arbeitsbedingungen, die in kommunalen Kliniken üblich sind”, so Botzlar.
(06.01.10)
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Weitere Berichte in der Frankfurter Rundschau, Wetterauer Zeitung und Taunuszeitung

DRV-Ärztestreik
DRV-Ärzte erneut im Streik: Demo in Bochum
Der Ärztestreik an den Reha-Kliniken und Verwaltungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) geht zu Beginn 2010 in eine weitere Runde: Auftakt ist eine zentrale Kundgebung der streikenden Ärzte am Dienstagmittag (12 Uhr) vor der Hauptverwaltung der DRV Knappschaft Bahn See in Bochum.
(05.01.10)
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Elektronischer Entgeltausweis (ELENA)
Henke: Bürokratieabbau darf nicht zu Lasten des Datenschutzes gehen
„Arbeitnehmer geben ihre Rechte im Datenschutz nicht am Werkstor oder an der Krankenhauspforte ab. Das wäre aber der Fall, wenn sie die Weitergabe jeder Information aus dem Arbeitsverhältnis dulden müssten. Da kann der Arbeitgeber nicht einfach freie Hand bekommen“, kritisiert der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, die Datensammlung und Datenweitergabe im Zuge des Elektronischen Entgeltausweises (ELENA).
(04.01.10)
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DRV-Ärztestreik
Fünf Prozent plus: Neue Leitwährung gilt auch für Ärzte der Rentenversicherung
Die Ärzte der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wollen nicht länger wie Ärzte zweiter Klasse behandelt werden. Seit dem 8. Dezember 2009 streiken sie, um die tarifliche Gleichstellung mit ihren Kollegen in anderen Krankenhäusern zu erzwingen. Das heißt konkret: Orientierungsmarke für die Bezahlung der Ärzte an den Reha-Kliniken und Verwaltungsstellen der DRV ist die Gehaltstabelle der Ärzte an kommunalen Kliniken (TV Ärzte/VKA).
(25.12.09)
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DocSteps
Großes Interesse an Medizinermesse des Marburger Bundes
Vier Monate vor Beginn haben sich bereits knapp 300 junge Mediziner zu der am 17. und 18. April 2010 in Berlin stattfindenden Karrieremesse DocSteps angemeldet. Unter dem Motto „Einstieg zum Aufstieg“ bietet der vom Marburger Bund zum zweiten Mal organisierte Kongress Medizinstudenten sowie Ärztinnen und Ärzten ein umfangreiches Vortrags- und Informationsangebot zu allen Aspekten von Beruf und Karriere in der Medizin. Darüber hinaus stehen zahlreiche Aussteller, darunter Krankenhäuser, Fortbildungsinstitutionen, Fachverbände und Personalvermittlungen, für eine direkte Kontaktaufnahme zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich.
(23.12.09)
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Bereitschaftsdienst
BAG: Zusatzurlaub auch für Ärztinnen und Ärzte an konfessionellen Häusern
Der Marburger Bund Hessen befindet sich mit den kommunalen Arbeitgebern und dem Land Hessen in Rechtsauseinandersetzungen über die tarifliche Frage, ob Bereitschaftsdienststunden in der Nacht (21.00 Uhr bis 6.00 Uhr) und Aktivstunden in der Rufbereitschaft (ebenfalls von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr) zu einem Zusatzurlaub führen können. Bisher konnte sich der MB Hessen in allen Verfahren und Instanzen durchsetzen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) wird vermutlich im November 2010 seine (Letzt-)Entscheidung treffen. Für den konfessionellen Bereich war diese Rechtsfrage bisher nicht relevant, da hier andere, in der Regel Anspruch ausschließende Bestimmungen zur Anwendung kamen. Durch eine Entscheidung des BAG (Urteil vom 15.07.2009 - Az: 5 AZR 867/08) ist dies aber geändert worden. Dadurch könnten nun auch Ärzte an kirchlichen Krankenhäusern Anspruch auf Zusatzurlaub haben. Mehr Informationen zu diesem Thema auf den Internetseiten des MB Landesverbandes Hessen.
(23.12.09)
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