• Asklepios | Kompromiss erzielt – Verhandlungen beendet!

    Mitgliederinformation | Ärztinnen und Ärzte bei den Asklepios Kliniken
    01.April 2025
    Am 31. März konnten sich MB und die Arbeitgeber von Asklepios auf einen Kompromiss in den laufenden Tarifverhandlungen einigen. Vorausgegangen waren drei Verhandlungsrunden, in denen intensiv um eine Einigung gerungen wurde.

    Das Ergebnis im Überblick:

    • Ab dem 1. Januar 2025 erhöhen sich die Tabellenwerte um 3,0 %, ab dem 1. Januar 2026 um weitere 2,5 % und ab dem 1. Januar 2027 um noch einmal 2,25 %.
    • Ab dem 1. Juli dieses Jahres wird für die Zeit des Bereitschaftsdienstes, die als Arbeitszeit gewertet wird, das individuelle Stundenentgelt, in der Entgeltgruppe Ä 1 mindestens der Stufe 4, in der Entgeltgruppe Ä 2 mindestens der Stufe 3 und in der Entgeltgruppe Ä 3 mindestens der Stufe 2 gezahlt. Damit wurde die Forderung des MB 1:1 umgesetzt.
    • Ab dem 1. Januar 2027 werden außerdem die Zuschläge für Überstunden auf 25 %, sowie für Nachtarbeit zwischen 20:00 – 24:00 Uhr auf 25 %, zwischen 00:00 – 04:00 Uhr auf 40 % und zwischen 04:00 – 06:00 Uhr auf 25 % erhöht. Auch hier hat sich der MB mit seiner Forderung vollumfänglich durchgesetzt.
    • Ab dem 1. Januar 2026 sind Dienstpläne verpflichtend spätestens vier Wochen vor Beginn des jeweiligen Planungszeitraumes aufzustellen.
    • Ebenfalls ab dem 1. Januar 2026 wird die derzeitige halbjährliche Begrenzung für Wochenenddienste wie folgt ergänzt: Ab dem 13. Wochenende im Kalenderhalbjahr erhöht sich im Falle eines Bereitschaftsdienstes die Bewertung des Bereitschaftsdienstes um 10 Prozentpunkte, im Falle einer Rufbereitschaft das Stundenentgelt für Sonn-/Vorfeiertags- und Feiertagsarbeit sowie für Rufbereitschaftsdienste der Entgeltgruppe des Arztes um 10 Prozent. Bei Vollarbeit (einschließlich Schicht- und Wechselschichtarbeit) wird für jede Stunde ebenfalls ein Zuschlag in Höhe von 10 Prozent gezahlt.
    • Die Laufzeit für die linearen Steigerungen endet am 30. Juni 2027 und beträgt damit 30 Monate.

    Die Einschätzung der Verhandlungskommission:

    Mit einer linearen Steigerung von fast acht Prozent über die Laufzeit ist sichergestellt, dass die Ärztinnen und Ärzte bei Asklepios den Anschluss an andere, vergleichbare Tarifbereiche halten und – nach den derzeitigen Inflations-Prognosen – einen echten Reallohnzuwachs generieren werden.

    Bei der Forderung nach einer Steigerung der Zuschläge für Überstunden und Nachtarbeit sowie der Forderung nach der grundsätzlichen Bemessung des Bereitschaftsdienstentgeltes anhand des individuellen Stundenentgelts konnte sich der MB 1:1 durchsetzen.

    Erstmalig ist es uns gelungen, einen Zuschlag für alle im Halbjahreszeitraum erbrachten überobligatorischen Dienste in Höhe von 10% zu vereinbaren. Bei der Dienstplanung konnte mit der Pflicht zur rechtzeitigen Erstellung ein erster Schritt zur Planungssicherheit gemacht werden. Leider wurde das Ziel einer echten Sanktionierung der verspäteten Dienstplanung in dieser Runde noch nicht erreicht. Allerdings ist die Tür hier durch die Implementierung der Grundsatzregelung bereits weit aufgestoßen worden.

     

    Wie geht es jetzt weiter?

    Über das nun gefundene Ergebnis werden nun die MB-Tarifgremien beraten. Wir laden Sie ein, an unserem digitalen Netzwerktreffen am 9. April 2025 ab 19:00 Uhr teilzunehmen, in dem wir Ihnen die Ergebnisse dieses Tarifabschlusses noch einmal persönlich erläutern. Bitte melden Sie sich unter maahs@marburger-bund.de für das Netzwerktreffen an.

     

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