Dr. Pedram Emami warnt vor den zunehmenden Folgen der Kommerzialisierung im Gesundheitswesen. Nach den negativen Erfahrungen mit der Privatisierung von Krankenhäusern zeigt sich nun ein ähnlicher Trend in der ambulanten Versorgung, insbesondere durch die Übernahme von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) durch Investoren. Ärztinnen und Ärzte sehen sich häufig in Zielkonflikten zwischen medizinischer Ethik und wirtschaftlichen Vorgaben gefangen.
Zur Sicherung einer patientennahen und ärztlich geprägten Versorgung schlägt Dr. Emami unter anderem vor, einen Fonds einzurichten, mit dem freiwerdende Kassensitze aufgekauft und unabhängig vergeben werden können. Die ärztliche Selbstverwaltung müsse Gestaltungsspielräume noch besser nutzen und die Gesundheitsversorgung weder dem Staat noch dem Markt überlassen.
Das vollständige Interview von Martin Niggeschmidt im KVH-Journal lesen Sie hier.