
Die neue Fördersumme orientiert sich an den aktuell geltenden Höchstbeträgen für Geld- und Sachleistungen, die PJ-Studierende in Lehrkrankenhäusern maximal erhalten können. Durch diese Anpassung werde das PJ-Tertial in Hausarztpraxen finanziell genauso attraktiv wie ein Wahl-Tertial im stationären Bereich in einem Krankenhaus gemacht, erläuterte Minister Hoch.
Medizinstudierende, die ab dem 19. Mai 2025 ein Tertial in einer rheinland-pfälzischen Allgemeinmedizin-Lehrpraxis antreten, können beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung die PJ-Förderung nach den neuen Bestimmungen beantragen. Unter "www.hausarzt.rlp.de" sind die vollständigen Förderkonditionen, das Antragsformular und eine Übersicht der Maßnahmen zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz einzusehen.
Die Landesförderung zum PJ-Tertial ist Teil eines großen Maßnahmenpakets, mit welchem die Landesregierung und wichtige Partnerorganisationen im Gesundheitswesen gemeinsam insbesondere die hausärztliche Versorgung im Land stärken.
Zu den Maßnahmen des Masterplans zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz gehört unter anderem die Landarztquote, bei der das Land einen Teil der Studienplätze für angehende Mediziner reserviert, die später im ländlichen Raum als Hausärzte tätig werden möchten.
Darüber hinaus werden Niederlassungen, Anstellungen und Zweigpraxen in ausgewählten Fördergebieten durch Programme des Landes und der Kassenärztlichen Vereinigung finanziell unterstützt. Auch regionale Weiterbildungsverbünde ermöglichen jungen Ärztinnen und Ärzten vor Ort die Facharztweiterbildung in stationären wie ambulanten Einrichtungen wie aus einer Hand. Zur Gewinnung von zusätzlichen Fachkräften in der medizinischen Versorgung unterstützt ein Fallmanagement-Angebot des Landes Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten bei der Antragstellung zur Erlangung einer Approbation.
Ergänzt werden diese Angebote durch zahlreiche weitere Maßnahmen wie z.B. den Ausbau der Medizinstudienplätze, eine eigene Allgemeinmedizin-Professur an der Mainzer Universitätsmedizin, Wiedereinstiegskurse für Ärztinnen und Ärzte, ein neuer Studiengang zur Ausbildung von Physician Assistants zu Entlastung der Ärzteschaft oder auch eine vom Land geförderte Beratungsstelle bei der Kassenärztliche Vereinigung für Kommunen, die sich vor Ort für die Versorgung engagieren wollen.
Für das Thema „Praktisches Jahr“ relevant ist hier auch die bestehende Förderung der Kassenärztlichen Vereinigung direkt für die akademischen Allgemeinmedizin-Lehrpraxen. Neben der hausärztlichen Versorgung im engeren Sinne wurde in der laufenden Legislaturperiode auch die ambulante Kinder- und Jugendmedizin mit in den Fokus des Masterplans zur Stärkung der ambulanten ärztlichen Versorgung gerückt (z.B. Aufnahme in Niederlassungsförderung des Landes). Die Maßnahmen werden gemeinsam mit den Partnerorganisationen weiterentwickelt. Eine Übersicht zu den exemplarisch genannten und weiteren Maßnahmen findet sich ebenfalls auf der Webseite www.hausarzt.rlp.de.